Login

Passwort vergessen?

Neu bei trnd?

Dann melde Dich einfach kostenlos und unverbindlich an, schon kannst Du an trnd-Projekten teilnehmen:

Jetzt Mitglied werden.

Was ist trnd?

Mehr Informationen.

Panorama am Mittwoch

Hier nun das erste TRND-Panorama, eine Zusammenstellung TRND-relevanter Themen aus der Blogosphäre. Here we go:

Creating Passionate Users empfiehlt Marketingleuten von heute und gestern, sich einen Strick um den Hals zu legen. Das Marketing durchwandert einen Paradigmenwechsel. Was die Zukunft bringt, kann man dort nachlesen. Vielleicht merken Unternehmen auch endlich, dass ihre Kunden und die Marketingabteilung eigentlich das eine und gleiche sind. Joi Ito weist uns auf einen Werbespot in Japan hin, in dem Zuhörer aufgefordert werden eine URL aufzusuchen und dort Kommentare (!) und Trackbacks (!!) zu hinterlassen (!!!). Dass Blogging mitunter auch mit Sweatshops (also asiatischer Kinderarbeit) gleichzusetzen ist, kann man bei Blogebrity nachlesen. Weblogs Inc. zahlt seinen Autoren ganze $500 pro Monat bei einem Output von mindestens 125 Artikel. $4 pro Artikel sind zwar $4 mehr als die meisten Blogger bekommen, aber trotzdem...

Das Konzept von Vino100 [influxinsights] finden wir gut: weg vom Snobismus, Konzeptläden mit 100 Weinen unter $25. Leicht verständlich, leicht zugänglich. Ich würde den Leuten auch vorschlagen, Weinflaschen als Blumenvasen zu verkaufen. Passt thematisch ganz gut.

Wer meint, Fast Food bestünde aus Hamburger und Pommes, sei eines besseren belehrt: Porridge kommt! Die Affinität für gequollene Haferflocken mag auf der Insel etwas höher liegen, aber vielleicht schauen wir uns das Ganze nochmal an wenn der Winter kommt.

Mein Vorschlag zur Aufnahme in die Top-TRNDS ist dieser geniale Messerblock. Messerblöcke werten meiner Meinung nach eine Küche erheblich ab. Jetzt nicht mehr.

Was für ein Handy-Typ bist Du?

Motorola hat sieben Typen von Handynutzern ausgemacht und diese Profile mit Vogelarten gleichgesetzt. Bei Guardian Online neun einfache Fragen beantworten und das gefiederte Ego herausfinden.

Pigeon

Ich bin mit schlappen 24 Punkten eine Taube:

Du hast ein Handy weil Dein Arbeitgeber eines verpasst hat oder weil Du Angst davor hast, in einer Lawine gefangen zu sein ohne die Aussenwelt kontaktieren zu können. Du bist immer mehr von Deinem Gerät abhängig um Dein Leben zu organisieren, bist aber nicht in der Lage Klingeltöne, herunterzuladen.Hmmm....kein Kommentar. Und was seid ihr?

[Textually, ein Pfau]

Surftipp: Streetsy

Streetsy ist ein "Daily Streetart Photography" Blog mit Unmengen an Motiven aus dem urbanen Umfeld in New York.

Streetsy

Die Bilder sind nicht nur eine Inspirationsquelle, sondern können auch frei und nach Lust und Laune genutzt werden. Viel Spass beim Absurfen.

Ich hatte vor einiger Zeit mit Urbandetail etwas ähnliches laufen, aber das ist schon lange her :)

Internet Celeb

Nach Dog Poop Girl, Midget Porn Man und New York Subway Flasher Man nun die neueste Internet-Celebrity: Der Mann, der ein Handy stahl, sein Leben damit fotografierte und die Bilder ins Netz stellte.

Hotphone

Da staunte John Clennan, 23, aus New York nicht schlecht: Kurz zuvor war ihm sein Handy aus dem Auto entwendet worden. Im Gerät selbst ist wenig Speicherplatz, Nutzer können Bilder aber problemlos in den verbundenen online-Account stellen. John kam auf die Idee, in seinem Account nachzusehen, und siehe da: Der Handydieb hatte die Kamera ausiebig genutzt und die Bilder online gestellt, hauptsächlich Poserfotos wie das oben gezeigte.

Die Polizei lachte auch über John's Geschichte, wird aber Yahoo um die Herausgabe der E-Mail-Adresse des Diebes bitten.

[Smart Mobs]

Personal World Map

Roxana Torre ist der Meinung, Karten würden, da zweidimensional, nicht unsere persönliche Sicht der Welt darstellen. Es geht nicht nur darum wieviele Kilometer es von dort, wo man sich gerade befindet nach dort, wo man hin möchte sind. Es geht um viel mehr:

Personal World Map

Die "persönliche Welt" ist auch von anderen Faktoren geprägt, unter Anderem auch von der benötigten Reisezeit und dem zur Verfügung stehenden Reisebudget.

So kann es sein, dass das Guggenheim in New York aus Kostensicht näher ist als das in Bilbao. So weit, so gut?

Personal World Map berücksichtigt Flugdaten, genauer Flugzeit und -kosten. Nutzer können sich ihren Startpunkt auswählen, die zur Verfügung stehende Zeit und das Reisebudget eingeben. Das Ergebnis sind die Orte, die mit diesen Vorgaben erreichbar sind.

Besonders hervorzuheben ist die Isolation Afrikas. Kein anderer Kontinent ist "aufwändiger" zu erreichen. [Informationlab]

Starbucks: bekannt durch Mundpropaganda.

Das Entfernen von 4 (!) Weisheitszähnen hat mir in der letzten Woche nicht nur Schmerzen, sondern auch etwas Zeit zum Lesen beschert. Gelesen habe ich unter anderem ein Buch über die amerikanische Kaffeehauskette Starbucks - geschrieben vom Starbucks-Gründer und CEO Howard Schultz höchstselbst.

Was mir bisher nicht so bewusst war: Starbucks ist ein wunderbares Beispiel für die Wirksamkeit von Mundpropaganda. Hierzulande denkt man bei Starbucks ja eher an einen NASDAQ-finanzierten New Economy Hype - das Gegenteil ist der Fall. Starbucks ist nämlich bereits in den 70er Jahren als Kaffeeröster gestartet, als kleiner Laden in Seattle, der zum ersten Mal hochwertige Kaffeebohnen nach USA importiert hat und dort auf italienische Espressoweise geröstet hat. Bis dahin trank der Nordamerikaner vorwiegend braune Instantbrühe oder ähnlich unmotiertes Zeug.

Der Fokus von Starbucks war also zu 100% das Produkt: Starbucks hatte schlicht und einfach das Ziel, die besten Kaffeebohnen der USA anzubieten und per Laden und Versandhandel verfügbar zu machen. Das hat sich natürlich herumgesprochen, so dass aus dem Laden in Seattle schnell ein paar mehr Läden wurden. Um die Kunden die Kaffeebohnen im Laden probieren zu lassen wurden irgendwann mal ein paar Espressomaschinen aufgestellt - und prompt war das Echo so groß, dass der Bohnenverkauf schnell in den Hintergrund gerückt ist - die Starbucks Kaffeehauskette war geboren. Von Werbung keine Spur. Mundpropaganda only: hier bekommst Du den besten Kaffee der Stadt.

Howard Schultz schreibt dazu: "Der Erfolg von Starbucks beweist, dass ein Werbebudget von mehreren Millionen Dollar keine Voraussetzung für den Aufbau einer nationalen Marke darstellt - ebensowenig wie die vollen Taschen eines Großunternehmens. Man kann eine Marke Kunde für Kunde, Geschäft für Geschäft, Markt für Markt aufbauen. Vielleicht ist das sogar der beste Weg, um bei den Kunden Loyalität und Vertrauen zu bewirken. Durch Mundpropaganda, mit Geduld und Disziplin kann man eine gute lokale Marke ausbauen, der die Kunden über Jahre hin treu bleiben."

Bezeichnenderweise heisst das Starbucks-Buch im amerikanischen Original "Pour your heart into it" und hat es in der deutschen Ausgabe nur zu "Die Erfolgsstory Starbucks" geschafft. Etwas aus Leidenschaft zu tun, ist hierzulande scheinbar immer noch vielen Leuten suspekt.

Howard Schultz / Dori Jones Yang: Die Erfolgsstory Starbucks. Signum Wirtschaftsverlag, Wien 2003